Das Buch vom 19.4.2005



Es gibt wenige Männer, denen ich zutraue eine geniale Frau geheiratet zu haben. Er aber schreibt zusätzlich über sie, und ich glaube plötzlich wieder an alles, woran ich glauben wollte (darunter auch an die eklige Gönnerhaftigkeit): Zwei Hauptgesinnungen waren es, die Veza im Widerstreit gegen ihre Schwermut am Leben erhielten: die eine war ein Glaube an die Dichter, so, als wären es eigentlich diese, die die Welt immer neu erschafften, als müsste die Welt verdorren, sobald es keine Dichter mehr gäbe. Die andere war die unerschöpfliche Bewunderung für alles, was eine Frau vorstellen kann, wenn sei es verdient, eine zu sein.

Veza Canetti, Die gelbe Strasse

Sophie Scholl.

War das erste Mal seit Jahren wieder im Kino, ich mag kein Kino, das wird durchaus dazu beigetragen haben, dass ich den Film so fand wie alle Filme, ich wäre am liebsten rausgelaufen, aber ich war mit jemandem drin, der nicht mitgekommen wäre, und dann hätte ich in der hippen Bar unter hippen Menschen auf das Ende warten müssen, und da dachte ich, ich warte lieber auf das Ende wie immer, indem ich dasitze. Ich hatte brilliante Dialoge zwischen Menschen, die alle glauben, das Gute zu tun, erwartet, anstattdessen war es einfach die kitschige Darstellung von Märtyrern. Am Schluss habe ich gehofft, dass sie die Scholls endlich umbringen, einfach nur, um mich zu erlösen.

Das durchschnittliche Wohnzimmer.

Das sind die Substanzen, die gebildet werden, von den infizierten Zellen.

Nummer 51, oder als ich mich um jemanden kümmerte, der besoffen war.

Öh, also sehr oft. Ich musste in meinem Leben dreimal aufgrund Alkoholüberkonsums kotzen, einmal Ladykiller, einmal Bier, einmal Whisky, und zweimal war meine Schwester da. Ich liebe Dich.

Nummer 47 oder als ich glücklich über mein Leben war, und seis auch nur für einen Moment.

Man hätte mich in der Pubertät nicht frei denken lassen sollen, da hatte ich nämlich beschlossen, keine Gefühle zu haben, unterdessen hab ich es wenigstens geschafft, todunglücklich zu sein, jetzt habe ich die Hoffnung, dass ich mir nicht lächerlich vorkommen werde, sollte ich mich einmal im Glück überraschen.

Auf ihn ist Verlass.

What strikes one now is the similarity between the predicament of the Vatican and the predicament of the Kremlin about 45 years ago. Between the death of Stalin and the end of Khrushchev, the crucial question was: How much heresy and revisionism and autonomy can be permitted, without endangering the entire ideology of the regime? We know now how that issue was decided in the material world. Is the supposedly spiritual world immune from similar strains?

Without, it seems, quite noticing what they are saying, the partisans of the late pope have been praising him for his many apologies. He apologized to the Jewish people for the Vatican's glacial coldness during the Final Solution, and for historic filiations between the church and anti-Semitism. He apologized to the Eastern Orthodox Christians, and to the Muslims, for the appalling damage done to civilization by papal advocacy of the Crusades, and by forced conversion and massacre in the Balkans during the church's open alliance with fascism during World War II. He apologized to the world of science and reason by admitting that Galileo should not have been condemned by the Inquisition. These are not small climb-downs, and they do not apply just to the past. They are and were admissions that the Roman Catholic Church has been responsible for the retarding of human development on a colossal scale.

However, "be not afraid." The God-given right of the papacy to make and enforce absolute judgments is not at all at stake. Popes may have been wrong on everything, but they were right in general. By the time the church apologizes for saying that condoms are worse than AIDS, or admits that it was complicit at best in the mass murder in Rwanda, another few generations will have died out. This is almost exactly the sort of stuff with which Communists and their fellow travelers once had to content themselves. There had indeed been "spots on Stalin's sun," as one hack so prettily phrased it. But the leading role of the party was still a sure thing.


C. Hitchens: On Not Mourning the Pope

Wer macht

einen kantonalen Fähigkeitsausweis als Betreibungsbeamtin/Betreibungsbeamter?

Habe ich schon erwähnt, dass ich wiedermal auf Grippemitteln bin?

Das Buch vom 9.4.2005



Bald habe ich alles von ihm gelesen. Und liebe ihn.

Alexander Tisma: Die wir lieben

Meine blöde Schwester,

hat mir Law and Order und CSI (3x) als Game vermacht wehe Du berührst die Bedienungsanleitung, ich muss das noch auf Ebay verkaufen, und nun bin ich süchtig und langweile mich zugleich zu Tode, ich finde langsam heraus, dass das bei jeder Sucht jenseits des Rausches so ist. Ich lerne nicht schnell.

Frau geht in nicht ganz so hässlichen Schuhen dahin, wo es weh tut.

nachdip

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