Germany, Inc. Challenges to Growth and Prosperity.

Friedrich Merz:
Während die EU-Mitgliedstaaten in den letzten fünf Jahren BIP-Zuwachsraten von durchschnittlich 2 Prozent aufweisen, lag diese in Deutschland nur bei 1,2 Prozent.

Frank Bsirske:
Arbeitszeitverlängerung ist nicht nur Lohnkürzung, sondern vernichtet auch Arbeitsplätze.

Jürgen Kluge:
Von den 201 Nobelpreisträgern in den Natur- und Wirtschaftswissenschaften seit 1980 kamen nur zehn aus Deutschland, aber 122 aus den USA.

Titel, Zitate, Hervorhebung und Zahlenschreibung aus: Student Business Review, Wirtschaftsmagazin der studentischen Unternehmensberatung, Sommer 2004, mit einem hässlichen Cover
Mahalanobis - 6. Aug, 05:18

Re:

Frank Bsirske: Arbeitszeitverlängerung ist nicht nur Lohnkürzung, sondern vernichtet auch Arbeitsplätze

Nennt sich "lump of labor fallacy", besagt, dass die zu erledigende Arbeit eine konstante Größe ist und somit eine Arbeitszeitverlängerung automatisch die Anzahl der Arbeitsplätze veringert. Hat in ihrer Aktuellität die "luddite fallacy" überholt, welche besagt, dass technologischer Fortschritt zur Massenarbeitslosigkeit führt, da Maschinen die Arbeit von Menschen ersetzt. So wie die Ludditen nie verstanden haben, dass durch die Maschinen neue und geistreichere Arbeit entsteht, verstehen es die Sozialisten nicht, dass neue Arbeit ohne ihr Zutun entsteht und dass die Einwohner eines Landes nicht eine blöde, homogene Masse sind, d.h. Arbeitskräfte nicht beliebig subsituierbar sind.

Jürgen Kluge: Von den 201 Nobelpreisträgern in den Natur- und Wirtschaftswissenschaften seit 1980 kamen nur zehn aus Deutschland, aber 122 aus den USA..

Für Kluge zum Mitschreiben: Bei Ländervergleichen IMMER mit PRO KOPF Statistiken arbeiten! Population USA ~ 4*Population DE!

Natürlich bleiben die Daten trotzdem traurig (genauso traurig wie für Österreich (letzten Nobelpreisträger waren Hayek (1974) und Lorenz (1973)) und es ist höchste Eisenbahn, mit sozialistische Blödheiten wie "freier Zugang für alle (d.h. keine/niedrige Studiengebühren und kein Einstiegstest )"Schluss zu machen und den Umverteilungswahnsinn zu stoppen. Das würde man dann frühestens in 40 Jahren in den Nobelpreisstatistiken zu sehen bekommen...

zeitgenossen - 6. Aug, 14:14

Ja klar,

und den Merz lässt leben. Ich finde deren Disziplin immer wieder dasselbe zu sagen bewundernswert.
jazz_und_mehr - 6. Aug, 14:38

Arbeitskräfte sind nicht beliebig subsitituierbar? In welchem Paradies lebst du denn? Das gilt vielleicht für ein paar Sonderbiotope im F&E-Sektor, aber sicher nicht für die breite Masse der Beschäftigten.

Und seid wann Maschinen für geistreichere Arbeit sorgen, musst du dem Arbeiter, der die Knöpfe bedient, auch erstmal erklären. Mir scheint, die Verbohrt- und Konzeptlosigkeit ist in ALLEN Köpfen und Parteien daheim.

Auch die Kausalität zwischen freiem Zugang zu Bildung und Umverteilungswahnsinn musst du näher erläutern. Ich will gleich klar stellen, dass ich kein prinzipieller Gegner von Studiengebühren bin. Ich meine nur, dass diese in Form einer "Akademikersteuer" NACH dem Studium erhoben werden sollten.
zeitgenossen - 6. Aug, 15:15

Er hat ja nur gesagt,

Ap seien nicht b e l i e b i g substituierbar, denn man streitet sich noch, ob es möglich sein wird dumme Roboter zu konstruieren, es gibt halt mit fortschreitender Technologisierung realtiv mehr Wissensarbeiter, ob die geistreich sind, ist aber tatsächlich eine Frage, und es herrscht keine Kausalität zwischen freiem Zugang zur Bildung und Umverteilung, es ist Umverteilung. Wie sieht eine Akademikersteuer aus?
jazz_und_mehr - 6. Aug, 15:33

Die Betonung muss mittlerweile aber wirklich auf "relativ" liegen, wobei noch zu klären wäre, was die Basis dieser Relation ist. Relativ zur Zahl der Erwerbstätigen, der Erwerbsfähigen oder der Gesamtbevölkerung?

Was die geistigen Fähigkeiten vieler Wissensarbeiter (schöne Wortkombination übrigens ;-) angeht, habe ich da auch meine Zweifel.

Eine Akademikersteuer sähe so aus, dass jeder, der vom Staat ein (und ich meine hier auch EIN) Studium finanziert bekommen hat, im Anschluss daran einen bestimmten Prozentsatz seines Einkommens über einen bestimmten Zeitraum als Beitrag für sein Studium zurückzahlt. Hier könnte man auch Leistungswillen berücksichtigen, indem derjenige, der schneller studiert hat, auch weniger zurückzahlt. Ein Modell, das tragfähig ist, ließe sich bestimmt entwickeln.
zeitgenossen - 6. Aug, 15:44

Doppelt realtiv, man bemerke die Legasthenie oder so ähnlich:

Wiss/Nicht wiss und das auch noch zu heute/früher. Das Wort Wissensarbeiter kommt nicht von mir, sondern wahrscheinlich von wem aus der Wissensgesellschaft. Wieso ist eine Akademikersteuer besser als zinslose Darlehen?
jazz_und_mehr - 6. Aug, 15:57

Ich würde nicht behaupten, dass sie besser sind. Ich glaube nur, dass sie eine weniger abschreckende Wirkung entfalten. Ist nur ein psychologisches Moment, da der Mensch an sich i.d.R. nur sehr ungern Schulden hat.
zeitgenossen - 6. Aug, 17:02

Na da die Menschen

Steuern so viel lieber haben.
Mahalanobis - 6. Aug, 18:32

Bitte

wartet auf mich! Ich muss jetzt kurz für 1 Stunde schlafen gehen (scheiße, es ist 1200 Mittag!!) und dann noch was erledigen, aber dann bin ich da. Blz.
Mahalanobis - 7. Aug, 08:05

AW:

Wenn Arbeiter beliebig substituierbar wären, dann würden solche Begriffe wie "strukturelle Arbeitslosigkeit" und "Job-Mismatch" in einem neuen Licht erscheinen. Wozu überhaupt eine Lehre/Ausbildung absolvieren, wenn der Tischler jederzeit einen Elektriker ersetzten kann?

Bei der Technologisierung bleiben natürlich einige Knopf-Drück-Posten übrig, aber hauptsächlich werden monotone Arbeitsvorgänge von Maschinen übernommen (zB irgendwelche Montagearbeiten) und es entstehen neue Arbeitsplätze, die entweder geistreicher sind (zB Design) oder "soziale Kompetenz" erfordern (zB Sozialarbeiter).

Wie die zeitgenossin bereits gesagt hat, freier Unizugang ist Umverteilung. Meines Achtens wird hier ein Verbrechen an den Arbeitern begangen. Wie kommen Arbeiter dazu, Menschen zu finanzieren, die sich das Studium größtenteils problemlos finanzieren könnten? Man darf auch nicht vergessen, dass Kreditinstitute passende Finanzierungspackages bereitstellen würden. Von der Akademikersteuer (Konzept war mir bis dato unbekannt) halte ich nicht viel. Ich werd mich nach meinen Studien bei den Österreichern für die Fiananzierung bedanken und nachher höchstwahrscheinlich auswandern. Bin doch nicht blöd und liefer die Hälfte von meinen Einkommen an den Staat ab (das meinte ich eigentlich vorhin mit Umverteilungswahnsinn). Die grenzüberschreitende Steuereintreibung wäre entweder nicht möglich oder würde einiges an bürokratischen Aufwand bedürfen. Niedrige Studiengebühren und keine Einstiegstest führen ausderm dazu, dass das Studentenmaterial zumindenst im ersten Studienabschnitt zu 80% Müll ist, woran die Qualität des Studiums zu leiden hat. Ich bin auch nicht der Ansicht, dass das "2 Jahre auf der Uni rumschnuppern und dann abbrechen" irgendwelche positiven Wohlfahrtseffekte hat. Es ist
sozialistische Beschäftigungspolitik (Pool der Jobsuchenden wird einfach künstlich niedrig gehalten), sonst gar nix.

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